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Team «Kurse & Nachhilfe» stellt sich vor

Was machen eigentlich..?

Etwa 150 Mitarbeitende des Lernstudios tragen mit ihrem Einsatz täglich dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler ihr Lernpotential voll entfalten können. Diesmal stellen wir Ihnen gleich zwei Personen vor. Denn im Prinzip gibt es die beiden nur im Doppelpack. Analea Bartulovic, Assistentin, und Anna Spånning, Schulleiterin Kurse und Nachhilfe, bilden zusammen Schul- und Administrationsleitung der gesamten Abteilung «Kurse & Nachhilfe» am Lernstudio.

Anna Spånning, welche das Amt der Schulleitung von Thomas Acklin übernommen hat, ist selbst Mutter von drei Kindern im Alter von 12 ½ Jahren, 6 ½ Jahren und 9 Monaten. Sie ist in Schweden geboren und spricht überdies Deutsch, Englisch, Norwegisch, Dänisch, Russisch, und wenig Französisch.

Unterstützt wird sie von Analea Bartulovic, die gerade eine berufsbegleitende Weiterbildung zur Personalassistentin macht und mit viel Know-How und freundlicher Stimme die Lernstudio-Telefonzentrale bedient. Im Interview stellen sich die beiden vor und verraten uns, weshalb sie sich mit so viel Herzblut für die Privatschule einsetzen.

Astrid Marquardt: Seit wann seid ihr beim Lernstudio und was ist eure Aufgabe?
Analea Bartulovic: Ich bin hier seit genau einem Jahr Assistentin Kurse und Nachhilfe. Wenn Kundinnen und Kunden beim Lernstudio anrufen, dann haben sie meistens zuerst mich am Telefon. Ich gebe dann Auskünfte über unsere Angebote und beantworte erste Fragen.
Anna Spånning: Und ich bin seit Mai beim Lernstudio. Ich arbeite mich also noch ein. Meine Funktion ist die Leitung des Bereichs Kurse und Nachhilfe. Ich betreue die Abteilung strategisch und darf sie weiterentwickeln.

Astrid Marquardt: Ihr beide steht an sehr unterschiedlichen Punkten eures Berufslebens. Analea, du bist noch sehr jung mit Anfang Zwanzig, Anna du bist sehr erfahren. Was habt ihr vor dem Lernstudio gemacht?
Anna Spånning: Ich bin sehr alt meinst du! (lacht herzlich). Also zuvor war ich als Dekanin ebenfalls bei einer Privatschule tätig, allerdings in der Erwachsenenbildung. Ich habe Bachelor- und Masterstudienlehrgänge betreut, auch international. Weiter war ich mit der Qualitätssicherung, Akkreditierungen und Zertifizierungen der Lehrgänge betraut. Als Teil einer Europäischen Bildungskommission war ich ausserdem viel im russischsprachigen Raum unterwegs. In Russland, vor vielen Jahren, habe ich meinen Mann kennengelernt. Für ihn bin ich von Schweden in die Schweiz gekommen.
Analea Bartulovic: Ich war zuvor bei der Firma Siemens angestellt, erst als Lernende und später mit der Rekrutierung von Lernenden beschäftigt. Ich durfte an Vorstellungsgesprächen teilnehmen und habe so auch viel Kontakt mit Sekundarschülerinnen und –Schülern gehabt. Ich weiss also, welche Voraussetzungen junge Schulabgänger/Innen mitbringen müssen, damit sie bei einem Grosskonzern gute Aussichten auf eine Stelle haben.

Astrid Marquardt: Was hat Klick gemacht, dass ihr euch für die Arbeit beim Lernstudio entschieden habt?
Analea Bartulovic: Für mich war klar, dass ich zum Arbeiten nach Zürich möchte. Ich komme aus Zug und habe mir einen Tapetenwechsel gewünscht. Ausserdem hatte ich von Anfang an ein sehr gutes Bild vom Lernstudio. Ausschlaggebend für mich war aber der Umgang im Team. Im Lernstudio gehen alle sehr hilfsbereit und freundschaftlich miteinander um. Das hat mich überzeugt.
Anna Spånning: 2018 kam mein drittes Kind zur Welt. Darum habe ich mir erst etwas Familienzeit gegönnt. Parallel dazu habe ich vor zwei Jahren die Ausbildung zu Schulleitung an der PHZH begonnen, weil mich das Schweizer Bildungssystem sehr interessiert. Als ich dann auf die Stelle beim Lernstudio aufmerksam wurde, wussten mein Mann und ich gleichzeitig: «Das ist es!». Das Lernstudio-Team und die Lehrpersonen haben mich ausserdem sehr wohlwollend und freundlich empfangen. Das ermutigt mich sehr.

Astrid Marquardt: Wie steht ihr zu Privatschulen?
Analea Bartulovic: Für mich war das Thema Neuland. Ich habe die öffentliche Schule besucht, kenne aber aus meinem Freundeskreis auch Personen, die eine Privatschule besucht haben. Die gängigen Klischees, die man so hört, treffen aber auf keinen Fall zu. Im Gegenteil, ich finde der individuellere Unterricht hat viele Vorteile.
Anna Spånning: Ich finde, Bildung ist etwas, das für alle erreichbar sein sollte. In einer idealen Welt wäre es die öffentliche Schule, die alle Bedürfnisse abdeckt. Da dies in meinen Augen nicht der Fall ist, empfinde ich Privatschulen als wichtige Ergänzung. Sie schliessen diese Bedürfnis-Lücken. Und wie Analea es angedeutet hat, Privatschulen sind heute nichts mehr, was sich nur Gutsituierte leisten können. In den grossen Klassen, die es an manchen öffentlichen Schulen gibt, gehen viele Kinder unter, verschwinden in der Masse. In einem kleineren Setting haben diese Kinder mehr Chancen ihr Potential zu entfalten. Die Eltern investieren in ihre Kinder und in bessere Bildungschancen. Wichtig ist, dass die Eltern verstehen, dass die Kosten von heute sich später auszahlen werden.

Astrid Marquardt: Welche Werte des Lernstudios sind euch wichtig?
Analea Bartulovic: Ganz klar die individuelle Note. Manche Kinder brauchen einfach diesen Funken, der überspringen muss, damit das Lernen leichter fällt. Das Lob oder die Bestätigung der Lehrperson zum Beispiel. Oder auch, dass man sie anspornt und fordert.
Anna Spånning: Ich finde auch. Gleichberechtigung, Fairness, Individualität und gute Unterrichtsqualität – diese Werte liegen mir am Herzen. Das persönliche Umfeld, welches jede Schülerin und jeder Schüler mitbringt, ist total unterschiedlich. Darum ist es wichtig, dass innerhalb des Unterrichts die Kinder mit ihren unterschiedlichen Voraussetzungen gleichberechtigt werden. In grossen Klassen fehlt schlicht die Zeit, auf Einzelne einzugehen. Heterogenität im Klassenzimmer ist etwas Gutes – aber man muss es beherrschen. Und das ist bei 25 bis 30 Kindern (oder mehr) fast unmöglich. Hier bieten wir als Privatschule eine optimale Lösung.

Astrid Marquardt: Anna, du hast selbst Kinder. Hast du Erfahrungen mit dieser Thematik?
Anna Spånning: Meine Tochter ist die ersten vier Jahre in Winterthur zur Schule gegangen. Dann zogen wir nach Frauenfeld – ein Kantonswechsel. Ich hätte nie gedacht, dass eine halbe Stunde Fahrt einen solchen Unterschied ausmachen kann. Zwar wusste ich, dass die Benotung in ihrer Schule in Winterthur etwas weniger streng vorgenommen wurde – die Kinder sollten vor allem Spass im Unterricht haben. Das hat sich allerdings gerächt. Meine Tochter kam in die neue Klasse und hatte kaum Erfahrung mit Hausaufgaben und Prüfungen. Am zweiten Schultag gab es ein Diktat, und sie kannte unangekündigte Prüfungssituationen schlichtweg nicht. So wurde unsere ganze Familie mit dieser Diskrepanz konfrontiert. Die Lösung hiess damals bei uns «private Nachhilfe». Unsere Tochter konnte dadurch nicht nur Wissen aufholen, in ihr fand auch ein Reifeprozess statt. Es ist so: Der Lehrplan ist zwar für alle Schulen derselbe, aber schon von Schulhaus zu Schulhaus gibt es gravierende Unterschiede bei der Leistungsbeurteilung der Jugendlichen.
Analea Bartulovic: Aus meinem Freundeskreis kann ich ein ähnliches Beispiel erzählen. Das Kind einer Freundin wechselte mit sehr schlechten Noten von einer öffentlichen Schule an eine private Tagesschule. Jetzt hat es sich so verbessert, dass es zu den Klassenbesten gehört.

Astrid Marquardt: Wirklich spannend, eure Beispiele! Und mit welchen Herausforderungen seht ihr euch im Berufsalltag konfrontiert?
Analea Bartulovic: Als Drehscheibe muss ich oft unterschiedliche Anliegen, auch in stressigen Situationen, unter einen Hut bringen. Vieles ist nicht planbar oder kurzfristige Anfragen treffen ein. Dann muss ich mein Organisationsgeschick unter Beweis stellen.
Anna Spånning: Auch bei mir ist jeder Tag anders. Ich bin häufig unterwegs, zum Beispiel an Beratungsgespräche. Die Herausforderung, die ich habe, ist, an diesen Gesprächen genau zu spüren, ob das Kind beispielsweise für eine Gymivorbereitung bereit ist. Ist es wirklich der Wunsch des Kindes oder kommt der Lerndruck von Aussen? Das ist ein Balance-Akt, bei dem ich viel Feingefühl benötige und die Kundenerwartungen in einem realistischen Rahmen halten muss. Ein einmaliger Kursbesuch ist schliesslich kein Erfolgsgarant. Wir bieten zwar Starthilfe, fahren müssen die Schülerinnen und Schüler schlussendlich selbst.

Astrid Marquardt: Ihr seid quasi ein ganz neues Team. Wie seht ihr die Zusammenarbeit miteinander? Wie ergänzt ihr euch?
Analea Bartulovic: (lacht) Der letzte Monat war toll! Anna hat einiges vor und ich unterstütze sie gerne dabei. Ich bin eher der ruhige Typ, habe aber gern quirlige und inspirierende Persönlichkeiten um mich herum. Das wird gut!
Anna Spånning: (lacht) Das denke ich auch. Analea ist viel ruhiger als ich. Wenn es hektisch wird, ist sie der Ruhepol. Sie arbeitet sehr strukturiert, hat eine gute Arbeitsmoral. Das ist mir als Vorgesetzte wichtig. Ausserdem wurde ich so freundlich aufgenommen: Obwohl ich neu im Team bin, kommt mir das gar nicht so vor.

Astrid Marquardt: Was macht ihr gern um euch vom Lernstudio zu erholen? (Augenzwinkern)
Anna Spånning: Ich bin ein absoluter Morgenmensch. Ich stehe gerne früh auf und gehe joggen. Ansonsten verbringe ich viel Zeit mit meinen Kindern und meinem Mann. Natürlich ist die Zeit mit der Familie nicht immer erholsam (lacht), aber sie ist mir sehr wichtig.
Analea Bartulovic: Sport und Erholung sind auch mir sehr wichtig. Nach dem Arbeiten schalte ich ab und verbringe viel Zeit mit meinen Freunden und meiner Familie.

Dieses Interview ist Teil der Newsletter-Serie «Was macht eigentlich..?». Regelmässig stellen wir Ihnen unsere erfahrenen Bildungsexperten aus dem Lernstudio vor – melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an.