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David Tassi stellt sich vor

Was macht eigentlich..?

Schulleitung Stuessistrasse David Tassi

Etwa 150 Mitarbeitende des Lernstudios tragen mit ihrem Einsatz täglich dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler ihr Lernpotential voll entfalten können. Als Schulleiter des Lernstudios Stüssistrasse in Zürich ist David Tassi einer von ihnen. Im Interview erzählt der Technikbegeisterte und Vater zweier Kinder etwas über seine Arbeit und seine Motivation.

Astrid Marquardt (AMa): David, seit August 2017 hast du die Schulleitung am Schulhaus Stüssistrasse übernommen. Bevor ich dich zu deiner jetzigen Tätigkeit befrage, erzähl doch bitte – was hast du davor gemacht?

David Tassi (DT): In meiner letzten Funktion habe ich als Schulleiter die Wirtschaftsschule der Juventus geführt und war in der Erwachsenenbildung tätig. Gleichzeitig habe ich selbst das Fach IKA (Information, Kommunikation und Administration) unterrichtet – allerdings Erwachsenen und jungen Erwachsenen.

AMa: Wie ich gehört habe, hast du aber keine klassische Karriere in der Bildungswelt durchlaufen. Wie bist du trotzdem dazu gekommen?

DT: Wahrscheinlich habe ich als einer der Letzten in der Schweiz eine Lehre als Hochbauzeichner am Reissbrett abgeschlossen. Danach habe ich mir in einem Architekturbüro CAD-Kenntnisse angeeignet und bin so zum Programmieren gekommen. Darauf habe ich mich irgendwann voll konzentriert und war für einen grossen Schweizer Internetprovider tätig. Damals habe ich das Angebot erhalten als Vertretung am Bildungszentrum in Horgen zu unterrichten. Das hat so gut geklappt, dass ich schliesslich regelmässig unterrichtete. Seither habe ich mich so wohl in den Bereichen Bildung und Informatik gefühlt, dass ich meinen Job in den letzten 10 Jahren voll darauf ausgerichtet habe.

AMa: Das ist spannend. Dann haben wir mit dir einen sehr technikaffinen Schulleiter im Lernstudio. Wird sich das auch auf den Unterricht auswirken?

DT: Persönlich befürworte ich es natürlich, wenn man schon in der SEK I Stufe die Grundlagen der Computeranwendung erlernt. Im Lernstudio können wir diese Kompetenzen über die Freifächer einbringen. Oder jetzt erstmals mit dem Pilotprojekt «ECDL Computing». Mir ist aufgefallen, dass viele junge Erwachsene mit sehr geringen Computerkenntnissen ihre Ausbildung starten.

AMa: Was meinst du, woran das liegt?

DT: Naja, wir alle – auch Kinder und Jugendliche – bedienen nutzerfreundlich gestaltete Geräte wie Smartphones. Beispielsweise mache ich mit meinem Handy ein Foto und poste es direkt in einem Onlineportal. Was aber im Hintergrund alles passiert, welche Technik dahinter steckt, diese Auseinandersetzung findet in unseren Köpfen eigentlich nicht statt. Ich finde, das ist eine Herausforderung in unserem Schulalltag. Dieses digitale Basiswissen muss man schon in der SEK I Stufe erlernen. Das ist auch im Lehrplan 21 abgebildet.

AMa: Du hast nun vor allem in der Erwachsenenbildung Erfahrung gesammelt. Wie sind deine Eindrücke seit deinem Stellenantritt hier beim Lernstudio?

DT: Eines hat mich sehr überrascht! Viele der Jugendlichen, die zu uns kommen oder sich bei uns mit ihren Eltern für einen Schulplatz interessieren, wissen schon ganz genau was sie wollen. Die meisten haben das Gymnasium zum Ziel und sind sehr ehrgeizig. So eine Entschlossenheit habe ich von den Kindern nicht erwartet. Interessant sind die Lernwege die wir anbieten können, damit Jugendliche ihr ganzes Potential entfalten können. Nur ein Beispiel dazu ist das Progymnasium. Ich finde dieses Konzept genial – auch weil ich selbst Kinder in diesem Alter habe.

AMa: Und welche Ziele verfolgst du als Schulleiter im Lernstudio Stüssistrasse?

DT: Ganz klar, dass wir weiterhin eine innovative Sekundarschule mit einem motivierten Lehrerteam sind. Wir haben jetzt viel über Digitales geredet. Aber digitale Endgeräte sollen Werkzeuge bleiben, also den Unterricht ergänzen und nicht ersetzen. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen umfassend auf eine moderne und komplexe Arbeitswelt vorbereitet werden und sich bei uns gut entwickeln können. Dafür setze ich mich zusammen mit meinem Team gerne mit ganzer Energie ein.

 

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