Aktuelles

"Denn sie können nichts dafür"

Gut besuchter Lernstudio Themenabend

Mit dem Neurowissenschaftler Prof. Dr. Lutz Jäncke, konnte das Lernstudio Zürich den rund 180 anwesenden Zuhörerinnen und Zuhörer einen renommierten Referent vorstellen, der viel Einblicke in die anatomischen und psychologischen Veränderungen des jugendlichen Gehirns gab.

Prof. Dr. Lutz Jäncke und Ursina Pajarola

Ursina Pajarola, Unternehmensleiterin der Lernstudio Zürich AG, konnte am Dienstag, 14. April 2015 im voll besetzten Saal des Kirchgemeindehauses Zürich-Hottingen mit Freude den bekannten Neurowissenschaftler, Prof. Dr. Lutz Jäncke, begrüssen. Unter dem Titel "Denn sie können nichts dafür" erklärte der Uni Zürich-Professor das pubertäre Verhalten Jugendlicher. Zentrum seiner Ausführungen war die Entwicklung des für den Lernvorgang essentiellen Frontalkortex, auch Stirnhirn genannt, der erst im Alter von rund 20 Jahren voll ausgereift ist. "Da dieser Hirnbereich Aufmerksamkeit, Motivation, Selbstdisziplin aber auch Planungsfähigkeit steuert, können Jugendliche sich während einer gewissen Phase weder optimal kontrollieren, noch motivieren, auch wenn sie dies wollen", so Jäncke.

Es sei die Aufgabe der Eltern, diese fehlenden Funktionsfähigkeiten durch Erziehung zu kompensieren und die Entwicklung dieser Funktionen zu fördern. Lutz Jäncke brachte in seinem gut einstündigen Referat auch die Ablenkungen des digitalen Zeitalters zur Sprache und meinte dazu: "Aufgrund der Ausreifung ihres Gehirns sind Jugendliche jedoch nur beschränkt in der Lage, Ablenkungen zu widerstehen."

Beim anschliessenden Apéro im Foyer des Kirchgemeindehauses wurde intensiv über diese hochspannende Thematik weiterdiskutiert.

Fotos: Pascal Meier